Die Opferkluft

05/23/2009

Das TIME Magazine hat eine Kluft entdeckt: Die zwischen den Opfern, die Obama theoretisch verlangt, de facto sich aber nicht traut einzufordern:

„Die Gewerkschaften bringen keine Opfer. Nuklearkraftwerke, die kein CO2 in die Luft bringen und kein ausländisches Öl benötigen, fehlen völlig im Obama-Energieplan, weil sie die Öko-Linke verprellen. Die Gesundheitsreform wird sehr teuer, aber die Anwaltslobby wird nicht gebeten, Einsparungen möglich zu machen, die durch eine Reform des Schadensersatzrechts enstehen würden. Die Lehrergewerkschaften bleiben unangetastet und zusätzliche Milliarden werden in das öffentliche Bildungssystem gespült. Teuer – und beliebt – werden Landwirtschaftssubventionen nicht angetastet (Außer die für die bösen „reichen“ Bauern).“

Linke Realpolitik wie aus dem Buch – von Wandel nichts in Sicht!

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6 Antworten to “Die Opferkluft”

  1. Herbstwende Says:

    Die Übersetzung ist (fast!) korrekt, die Folgerungen jedoch genau in der Linie jener, denen nie etwas gefällt, das von anderen kommt.
    Man hatte nichts und will jetzt alles haben, da sollte man vielleicht den Fortschritt nicht so ganz verdammen.

  2. Herbstwende Says:

    das Spiel um das Wort „Wandel“ oder welch Synonym man auch immer dafür nehmen will, ist doch ein wenig kindisch und nur für jene, die eben Schlagwörter brauchen, um ihr tristes Herz fröhlicher schlagen zu lassen.
    Man muss sich nicht umdrehen, nicht wenden um zu wenden, „zu wandeln“, denn auch ein schnellerer Schritt ist Änderung, Anerkennung der Umweltverantwortung und Initiativen auf diesem Gebiet sind wichtig, sind „Wandel“ gegenüber der Ablehnung des Kyoto Protokolls. Mehr wünscht man sich, doch sollten wir auf dem Boden der Realität bleiben, das Machbare suchen und anerkennen.

    • obamaerklaert Says:

      Es geht doch überhaput nicht um Schlagwörter, sondern schlicht und ergreifend darum, dass dieser Präsident Lobbyisten befriedigt, wie jeder seiner Vorgänger auch.

      • Herbstwende Says:

        „…Lobbyisten befriedigt..“, was ja garnicht anders möglich ist, da ja Lobbyisten für jede Tendenz bzw Geschäfts- oder Interessengemeinschaft existieren, es also nur darum geht, welche „erhört“ und welche abgelehnt werden, ein Vorgang, der bei jeder Entscheidung, ob für oder wider, zur Anwendung kommt.
        Wenn auch mächtig, so doch nicht allmächtig, haben wir EUler immer noch das letzte Wort, was z.B. die Türkei betrifft. Allah sei Dank! brauchen wir auch nicht zu sagen. Noch nicht!

  3. obamaerklaert Says:

    Amen.


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